Beschlüsse des Ministerrats: F R E I S T A A T will SPORT, EHRENAMT und VEREINE weiter stärken

Heinisch: München und Bayern sind würdige Gastgeber für die Olympischen und Paralympischen Spiele

München. Mit den heutigen Beschlüssen unterstreicht der Ministerrat die zentrale Bedeutung von Sport, Ehrenamt und Vereinen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bayern – und schafft wichtige Voraussetzungen, damit sich das vielfältige Engagement vor Ort auch künftig erfolgreich weiterentwickeln kann. „Bayern ist und bleibt Heimat großer Sportevents: Unsere Bayernkoalition hat deshalb heute beschlossen, eine Bewerbung Münchens für die European Gymnastic Games 2029 zu unterstützen. Außerdem haben wir schon im Juni entschieden, uns für die Bewerbung Münchens für die Leichtathletik-WM 2029 oder 2031 einzusetzen“, erklärt der sportpolitische Sprecher Bernhard Heinisch.

Neben diesen Bewerbungen stehe bereits fest, dass 2031 in Oberstdorf die Nordische Ski-WM stattfinden werde genauso wie Spiele der Handballweltmeisterschaft 2027 in München sowie die Baseball-Europameisterschaft 2027 in München und Regensburg. „Gemeinsam mit den in der jüngeren Vergangenheit ausgerichteten Sportgroßveranstaltungen – wie den European Championships 2022, der Fußball-WM 2024 sowie dem Champions League Finale 2025 – unterstreichen diese Bewerbungen und Austragungen, dass Bayern ein erfahrener, sicherer und perfekt organisierter Gastgeber für große Sportevents ist“, so Heinisch weiter.

Für die FREIE WÄHLER-Fraktion steht deshalb fest: München und Bayern wären auch würdige Gastgeber für die Olympischen und Paralympischen Spiele. „Um den Grundstein für potenzielle Medaillenchancen bei Olympia und anderen heimischen Sportevents zu legen, unterstützten wir Bayerns Sportlandschaft über die staatliche Sportförderung. Seit 2018 haben sich die Mittel für den Breiten- und Nachwuchsleistungssport fast verdoppelt. Gleichzeitig suchen wir auch ganz konkret nach Verbesserungsmöglichkeiten vor Ort: Der Ministerrat hat deswegen heute beschlossen, ab dem Schuljahr 2027/2028 ein Modellprojekt für eine Internatsunterbringung am Bundesstützpunkt Kanu in Augsburg auf den Weg zu bringen. So wollen wir den Spitzenathleten von morgen eine optimale Vereinbarung von schulischer Ausbildung und leistungssportlichem Training ermöglichen“, betont Heinisch.

Ein weiteres Vorhaben der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion: Vereine und Ehrenamt über den Bundesrat entlasten – und zwar auf steuerlicher Ebene und mit Blick auf unbürokratischere Verfahren. „Indem wir die Einnahmegrenze für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe mittelgroßer Vereine von 50.000 auf 100.000 Euro anheben, wollen wir finanziellen Belastungen entgegenwirken. Analog zur Besteuerungsgrenze für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe wollen wir auch die Umsatzgrenze für die Einordnung von sportlichen Veranstaltungen eines Sportvereins als Zweckbetrieb von bislang 50.000 auf 100.000 Euro anheben“, erklärt der steuerpolitische Sprecher Felix von Zobel.

Die Ehrenamtsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung und ehrenamtspolitische Fraktionssprecherin Gabi Schmidt ergänzt: „Vereinsfeste sind wesentlicher Bestandteil eines funktionierenden Vereinslebens. Dabei sind sie mit großem Aufwand verbunden, der nur mit vielen helfenden Händen – oft aus dem ganzen Ort – bewältigt werden kann. Häufig verlieren Vereine mit der Ausrichtung eines Vereinsfestes – unterjährig im Jahr des Vereinsfestes oder erst im Folgejahr – die Eigenschaft als Kleinunternehmer nach §19 Umsatzsteuergesetz.“ In der Folge müssten sie mehr bürokratischen Aufwand tragen und nach nationalem Recht Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. „Daher wollen wir Steuerbefreiungsmöglichkeiten bei Umsätzen im Rahmen der Vereinsfeste prüfen. Außerdem wollen wir die Verpflichtung zur zeitnahen Mittelverwendung und der damit verbundenen bürokratischen Lasten gänzlich abschaffen“, so Schmidt abschließend.

Foto:
Bayer. Landtag – Bernhard Heinisch

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